Transformation & Coaching

Die Digitalisierung der Einkaufsprozesse und die Menschen, die sie tragen. Veränderung im Einkauf gelingt, wenn Prozesse, Systeme und Organisation zusammenpassen.

Veränderung, die im Alltag ankommt

Viele Einkaufsorganisationen stehen gleichzeitig vor mehreren Veränderungen: ein neues ERP-System, neue Werkzeuge für Ausschreibungen und Verträge, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Risiko sowie die Erwartung, strategischer zu arbeiten. Neben dem Tagesgeschäft fehlt dafür oft die Zeit.

Transformation im Einkauf gelingt, wenn Prozesse, Daten, Systeme und Menschen zusammen betrachtet werden. Ein neues Werkzeug auf unklare Prozesse zu setzen, beschleunigt nur die bestehenden Probleme. Neue Prozesse ohne Befähigung der Mitarbeitenden bleiben auf dem Papier.

Ein häufiger Ausgangspunkt ist ein Systemwechsel. Die Einführung von SAP S/4HANA oder eines neuen Werkzeugs für Ausschreibungen ist der richtige Moment, Prozesse grundlegend zu überprüfen, statt alte Abläufe nur technisch zu übertragen. Mehr dazu auf der Seite Beschaffung für die Industrie.

Digitalisierung im Einkauf beginnt mit klaren Prozessen und verlässlichen Daten. Erst dann lohnen sich Lösungen für eSourcing, Vertragsmanagement oder Ausgabenanalyse. Auch künstliche Intelligenz bringt nur auf sauberen Daten einen echten Nutzen, wie ich im Beitrag KI im Einkauf, ohne Hype beschreibe.

Zur Transformation gehört oft auch die Organisation. Welche Warengruppen werden zentral gesteuert, welche lokal, und wie arbeiten die Ebenen zusammen? Meine Erfahrungen mit beiden Modellen fasse ich in Zentral oder Lokale Teams? zusammen. Wie sich die richtige Balance zwischen Kontrolle und Tempo finden lässt, zeigt Wie wir Kontrolle haben.

Veränderung braucht sichtbare Zwischenergebnisse. Deshalb arbeite ich mit Etappen, die jeweils für sich einen Nutzen bringen, statt mit einem grossen Programm, das erst nach Jahren wirkt. Die fachliche Grundlage, etwa Warengruppenstrategien und Lieferantenmanagement, beschreibe ich im Themenfeld Strategische Beschaffung & Category Management.

Ich verbinde Beratung mit Coaching. Aus meiner Ausbildung am IKP Zürich und meiner Erfahrung als Coach weiss ich, dass Veränderung bei den Menschen beginnt, die sie umsetzen. Seminare, Workshops und Coaching sind deshalb fester Bestandteil meiner Projekte, abgestimmt auf die Aufgaben Ihres Teams.

Source-to-Pay-Digitalisierung

Source-to-Pay umfasst den gesamten Weg von der Bedarfsmeldung über Ausschreibung, Vertrag und Bestellung bis zur Rechnung und Zahlung. Ich prüfe, wo dieser Weg heute stockt, welche Daten fehlen und welche Medienbrüche Zeit kosten.

Daraus entsteht ein Zielbild, das zu Ihrer Grösse passt. Das kann eine saubere Umsetzung in SAP S/4HANA sein, der gezielte Einsatz spezialisierter Werkzeuge für eSourcing und Vertragsmanagement oder zunächst eine bessere Nutzung der vorhandenen Systeme. Künstliche Intelligenz setze ich dort ein, wo Daten und Anwendungsfall es tragen, etwa bei der Klassifizierung von Ausgaben oder der Analyse von Verträgen.

Bei der Einführung von SAP S/4HANA achte ich besonders darauf, dass der Einkauf seine Anforderungen früh einbringt: Stammdatenqualität, Freigabelogik, Abbildung von Rahmenverträgen und Warengruppen. Was vor der Migration nicht geklärt ist, wird danach teuer.

Pragmatische Roadmaps

Grosse Transformationsprogramme scheitern oft an ihrem Umfang. Sie versprechen viel, binden über Monate Kapazität und zeigen erst spät Ergebnisse. Ich arbeite mit einer Roadmap aus klaren Etappen, die jeweils für sich einen Nutzen bringen.

Am Anfang steht eine ehrliche Standortbestimmung: Wie ist der Einkauf organisiert, zentral, lokal oder gemischt? Welche Warengruppen werden wo gesteuert? Wie verlässlich sind die Daten? Darauf aufbauend lege ich Prioritäten fest, plane frühe Ergebnisse ein und definiere Kennzahlen, an denen der Fortschritt sichtbar wird.

Jede Etappe endet mit einem Ergebnis, das im Alltag spürbar ist: eine bereinigte Lieferantenbasis, ein verkürzter Freigabeprozess oder eine erste digitale Ausschreibung. Diese frühen Erfolge schaffen das Vertrauen, das für die nächsten Schritte nötig ist.

Führungs- & Team-Coaching

Neue Rollen, neue Werkzeuge und neue Erwartungen verunsichern auch erfahrene Teams. Viele Einkäuferinnen und Einkäufer sind operativ stark, hatten aber wenig Gelegenheit, Verhandlung, Lieferantenmanagement oder Category Management systematisch zu üben.

Ich begleite Führungskräfte und Teams mit Einzel- und Teamcoaching sowie mit Seminaren, die direkt an aktuellen Aufgaben ansetzen. So entstehen keine theoretischen Schulungen, sondern Ergebnisse, die das Team in seinen eigenen Projekten erzielt.

Ich arbeite dabei mit Methoden, die ich als psychologischer Berater IKP gelernt habe: klare Ziele, Reflexion der eigenen Muster und kleine, überprüfbare Schritte. Viele Inhalte meiner Seminare beruhen auf meinem Fachbuch zum globalen Category Management.

Organisation & Rollen

Die Frage, ob der Einkauf zentral, lokal oder gemischt organisiert sein soll, stellt sich in fast jedem Unternehmen mit mehreren Standorten. Eine einheitliche Antwort für alle Warengruppen gibt es selten. Sinnvoller ist eine klare Zuordnung: Welche Warengruppen werden zentral gesteuert, welche lokal, und wer trägt wofür die Verantwortung?

Ebenso wichtig sind die Rollen im Einkauf selbst. Strategische Einkäuferinnen und Einkäufer brauchen Zeit für Marktanalyse, Lieferantenmanagement und Verhandlung. Wenn sie gleichzeitig das operative Bestellwesen tragen, fehlt diese Zeit. Ich helfe, Rollen und Verantwortlichkeiten so zu schneiden, dass beides funktioniert.

Eine neue Organisation wirkt nur mit klarer Governance zwischen den Ebenen: Wer entscheidet bei Konflikten? Wie werden zentrale Rahmenverträge lokal nutzbar? Wie gelangen Erfahrungen der Standorte zur zentralen Stelle? Diese Fragen kläre ich, bevor ein Organigramm gezeichnet wird.

So gehe ich vor

  1. Standortbestimmung von Prozessen, Systemen und Organisation
  2. Zielbild und Roadmap mit klaren Etappen
  3. Umsetzung in begrenzten, messbaren Schritten
  4. Coaching und Seminare für Führung und Team
  5. Verankerung durch Kennzahlen und Routinen

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Häufige Fragen

Was bedeutet Source-to-Pay?

Source-to-Pay bezeichnet den gesamten Beschaffungsprozess von der Bedarfsermittlung und Lieferantenauswahl über Vertrag und Bestellung bis zur Rechnungsprüfung und Zahlung.

Brauchen wir für die Digitalisierung des Einkaufs ein neues System?

Nicht unbedingt. Oft lässt sich mit klaren Prozessen, besseren Stammdaten und einer konsequenten Nutzung vorhandener Systeme bereits viel erreichen. Neue Werkzeuge lohnen sich, wenn diese Grundlagen stehen.

Wie lange dauert eine Einkaufstransformation?

Das hängt vom Umfang ab. Eine Standortbestimmung dauert in der Regel wenige Wochen. Die Umsetzung erfolgt in Etappen von typischerweise drei bis sechs Monaten, die jeweils einen eigenen Nutzen bringen.

Bieten Sie Seminare für Einkaufsteams an?

Ja. Ich biete Seminare und Workshops zu Verhandlung, Category Management, Lieferantenmanagement und Vertragsgestaltung an, abgestimmt auf die Aufgaben Ihres Teams.

Wie unterscheidet sich Coaching von Beratung?

In der Beratung erarbeite ich Analysen, Strategien und Lösungen. Im Coaching unterstütze ich Führungskräfte und Teams dabei, eigene Lösungen zu entwickeln und neue Arbeitsweisen dauerhaft zu verankern. In vielen Projekten verbinde ich beides.

The Global Category Manager: Creating Value Across Borders in IT and Beyond